Auch nach Purim bieten wir verschiedene Workshops online an für Kinder von 5 Jahre bis Ende Grundschule, von ca. 11 - 14 Jahre, von ca. 13 bis 17 Jahre und ab 16 bis 25 Jahre. Mindesteilnehmende fünf Menschen und je nach Alter Dauer zwischen 1 bis 2 Stunden.
Interesse ? Dann senden Sie uns bitte eine Mail über das Kontaktformular der Seite, oder an: 

info@juedisch-fuer-alle.de

und wir können  über Ihre speziellen Wünsche  und Bedarfe sprechen. 

 

Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem wesentlichen Hintergrund der Purimgeschichte, dem Umgang mit der eigenen Sprache: Wann sage ich was und wann nicht und wie entscheide ich das ? Wie ist es mit dem "Urheberrecht" über meine Sprache ? Sprache und persönliche Integrität/Identität
 

Je nach Alter und Größe der Gruppe erarbeiten wir einen online Workshop für Zoom auch für die interaktive Teilnahme. Hierzu benötigen wir nur eine Interessenbekundung und das Wissen, um welche Altersgruppe es sich handelt. Für MultiplikatorInnen sozialer Arbeit und Bildung, bieten wir auf Nachfrage ein eigenes Programm an, welches sich umfassender mit der Purimgeschichte und ihren Bedeutungen befasst. Dauer auch maximal 2 Stunden. 

Ein Interview

Was ihr schon immer von einer Rabbinerin oder einem Rabbiner wissen wolltet

Hannah und der Rabbiner

Schreib uns
info@juedisch-fuer-alle.de
 

Wenn du, oder du, oder du ? Lust hast auch so ein Interview zu machen, dann laden wir dich ein, das mit uns zusammen zu probieren. Wenn du schon eine Rabbinerin oder einen Rabbiner kennst, frage sie einfach. Wenn nicht, frag uns, wir wissen, wer bestimmt sehr gerne von dir gefragt werden möchte. Wir helfen dir beim Vorbereiten und auch bei allem anderen. Du kannst gar nichts falsch machen, aber viel Spaß dabei haben. 

 

Hannah hat mit Rabbiner Tovia Ben-Chorin geredet und wollte einiges wissen

Was ist eigentlich eine Parasha

Für jede Woche gibt es einen speziellen Teil aus der Tora zu lesen, ein Kapitel, eine Portion, ein Abschnitt, ein Teil, der genau für diese Woche gedacht ist. Mal ist er kürzer und mal länger und jedes Jahr zur Zeit des gleichen Abschnittes fällt uns etwas anderes auf, was für den einen oder die andere genau jetzt besonders interessant ist. Manchmal ist das ein Stück des Textes und befasst sich mit nur einer Frage. Manchmal ist es nur ein Satz, den wir das erste Mal richtig sehen. Manchmal ist es das gesamte Thema, das uns interessiert. Aber es gibt auch Abschnitte/Parashot, die sind heute für uns schwer zu lesen, weil wir in einer ganz anderen Zeit leben. Dann ist es am besten, wenn jeder sich überlegen kann, was die Sätze genau heute und genau für diesen Menschen bedeuten können. Um die Texte zu verstehen, gibt es sogar Regeln. Und eine Regel ist die, das niemals nur das dort steht, was wir lesen können, sondern immer auch etwas, das wir herausfinden müssen, weil es eben nicht direkt da steht. Das ist sehr spannend und immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken, obwohl der Text sich nicht ändert. 

Ki Tissa    Wenn du erhebst

"Der Tanz ums goldene Kalb" , das ist etwas, was ihr vielleicht schon gehört habt. Es bedeutet, wenn man um die falschen Dinge herum tanzt, den falschen Dingen hinterherläuft, etwas Falsches vielleicht sogar anbetet. Genau darum geht es in dieser Parasha. "Wenn du erhebst" steht am Anfang und es wird beschrieben, wie von allen Männern, eine Art Steuer eingesammelt wird. Aber es wird auch in dieser Woche weiter gebaut. Jetzt geht es um den Altar, und wie er genau sein soll. Der EWIGE sagt Mosche, dass es Menschen gibt, die ganz besonders gut sind in der Kunst, und diese sollen jetzt bauen, damit es wirklich gut und schön wird. Moshe ist auf dem Berg Sinai und empfängt das erste Mal die zwei Tafeln mit den 10 Geboten, die eigentlich 10 Wörter heißen. Das habt ihr sicher auch schon mal gehört. Aber weil es so lange dauert und er nicht gleich wieder zurückkommt, können es die Israeliten nicht aushalten und bauen sich das berühmte goldene Kalb, als Ersatz. Das ist etwas, was sie absolut nicht tun sollten. Aber Menschen sind halt Menschen und machen immer wieder Dinge, die sie besser nicht tun sollten. Das war früher so und heute ist es nicht anders. Wichtig ist, daraus zu lernen. Natürlich gibt es einen mächtigen Ärger, als Moshe vom Berg kommt. Er ist so zornig, dass er die Tafeln wirft und sie zerbrechen. Aber keine Angst, später bekommen wir sie nochmal. Er kann es nicht glauben, dass sein Volk so einen Unsinn macht. Alle haben sogar dafür gesammelt und ihren Schmuck gegeben, um das Goldene Kalb herzustellen. Das war sicher nicht gemeint, als es darum ging, dass jeder und jede was gibt, um gemeinsam etwas zu bauen. Moshe ist so zornig und trotzdem bittet er den EWIGEN darum, das Volk leben zu lassen und ihnen zu verzeihen.

 Ki Tissa ist im zweiten Buch (Exodus) der fünf Bücher der Tora und dort an der Stelle: Ex 30,11 - 34,35

Und das Besondere dieses Mal:  Als Moshe mit dem EWIGEN redet, sagt er sehr deutlich, dass das Volk eine große Schuld hat, oder anders gesagt, etwas wirklich Schlimmes getan hat. Aber dann, und das ist das Spannende, sagt er weiter: Wenn DU ihnen nicht verzeihen kannst, dann musst du mich als erstes aus deinem Buch löschen, also nicht mehr leben lassen. Warum? Weil Mosche der Meinung ist, er hat das Volk geführt und ihnen immer wieder gesagt, was sie tun sollen und deswegen ist er auch verantwortlich, wenn sie nun etwas Schlimmes machen. Vielleicht hat Moshe nicht gut darauf geachtet, wie es ihnen geht und was sie wirklich brauchen. Vielleicht hat er vergessen, ihnen genau zuzuhören und zu wenig mit ihnen geredet. Moshe tat es leid, dass er kein guter Lehrer war.